TAYÜ

| Spieler | Alter | Dauer | Autor | Firma | Glück | Taktik | Bestenliste |
| 2-4 | ab10 | Niek Neuwahl | Kosmos | 1999 |
Das Spielmaterial von Ta Yü ist ebenso schön wie übersichtlich. Es besteht aus einem goldverzierten Spielplan und 112 Steinen, die mit Kanälen und Mündungen bedruckt sind. Ein Spiel für Ästheten ist auf der Schachtel zu lesen, und das ist wahrlich nicht übertrieben.
Die Handlung lehnt sich an eine chinesische Sage an. Ta Yü ist eine legendäre Sagengestalt, die das Land vor einer Sintflut rettete, in dem er es mit Kanälen durchzog und das Wasser ins Meer leitete. Aufgabe für zwei Spieler ist es nun, ausgehend von einem Mittelstein möglichst viele Mündungen ins offene Meer (an den Spielfeldrand zu legen. Dabei spielt ein Spieler die Nord-Süd-Achse, der andere die West-Ost-Achse. Es gibt Steine mit zwei oder drei verschiedenen Mündungen, die verdeckt gezogen und angelegt werden müssen. Kann ein Stein nicht mehr gelegt werden, ist das Spiel beendet. Die Mündungen an den gegenüberliegenden Seiten werden multipliziert; Sieger ist der Spieler mit den meisten Punkten.
Bei drei Spielern übernimmt ein Spieler die Rolle des Störers. Er muss die Spielsteine so anlegen, dass die beiden Spieler eine vorher genannte Punktzahl nicht erreichen. Bei vier Akteuren wird Ta Yü ein Mannschaftsspiel. Jeweils zwei Spieler - also eine Mannschaft - sitzen sich gegenüber und dürfen ihre Züge laut Spielregel nicht absprechen. Bei den Varianten für drei und vier Spieler wird die angegebene Spieldauer von 30 bis 45 Minuten deutlich überschritten, ein Spiel kann dann auch schon mal 60 bis 90 Minuten dauern. Überhaupt scheint es so, als hätte der Hersteller krampfhaft versucht, aus einem schönen Spiel für zwei Spieler eines für bis zu vier Personen zu zaubern. Die zusätzlichen Varianten wirken künstlich aufgesetzt und verändern die ursprüngliche Spielidee. Für Zwei ist Ta Yü ein schönes Spiel mit anspruchsvollem Material und klar verständlicher Anleitung, daher bekommt es die volle Punktzahl.