Ever Green

Spieler Alter Dauer Autor Firma Glück Taktik Strategie
2-6 ab10   Wolfgang Kramer GoldSieber      


Das Thema wurde, wie der Titel schon andeutet, der Welt der Musik entnommen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Konzertveranstaltern und versuchen, mittels Einflusskarten möglichst hochkarätige Künstler für Ihre Konzerte zu verpflichten, um so die meisten Punkte einzuheimsen. Es gibt sechs Künstlerscheiben, die die Popularität der jeweiligen Künstler anzeigen, eine Tophit Scheibe, 78 Einflußkarten und eine Sanduhr. 

Jeder Spieler erhält dreizehn Einflusskarten, von denen er drei aufdeckt. Dann werden die Künstlerscheiben denjenigen Spielern zugeordnet, die den größten Einfluss auf den entsprechenden Künstler haben. Der Rundenablauf ist ganz simpel. Reihum legt jeder Spieler ein bis drei weitere Einflusskarten auf eine bereits liegende Karte ab. Dabei ist es Ihm überlassen, ob er sie auf seinen eigenen Stapel oder einen Stapel des Mitspielers legt. Die Karten müssen dabei weder im Wert noch in der Farbe übereinstimmen, so dass sich die Einflüsse auf die jeweiligen Künstler dauernd ändert. Wechselt ein Künstler dadurch von einem Spieler zum anderen, verändert sich automatisch sein Wert. Am Ende eines Zuges darf der Spieler dann bestimmen, ob er ein Konzert veranstalten will. Er bekommt hierfür den aktuellen Wert der Künstlerscheiben gutgeschrieben. Danach ist der nächste an der Reihe. Das Spiel ist zu Ende, wenn der letzte Spieler seine letzte Karte ausgespielt hat. Die Sanduhr dient lediglich dem Zweck, das Spiel zu beschleunigen, da jeder somit nur 57 Sekunden für seinen Zug zur Verfügung hat. Benötigt ein Spieler weniger Zeit, kommt diese dem Nächsten zugute, da sie Ihm zu seinem Zeitkonto zuaddiert wird.

Und damit wären wir auch schon bei den Schwachpunkten des Spiels. Diese Gutschrift ist unsinnig, da der Spieler, der an der Reihe ist, sich lediglich mit seiner Entscheidung, ein Konzert zu veranstalten, soviel Zeit lassen kann, bis die Uhr nahezu abgelaufen ist. Die Aufmachung wurde von den meisten Mitspielern belächelt. Und das ist auch meine Kritik. Man hätte sich etwas intensiver mit der, wie schon erwähnt, ganz passablen Grundidee des Spielablaufs zu beschäftigen und sie verfeinern sollen. Stattdessen liegt uns jetzt ein Spiel vor mit seltsamen Schallplatten-Nachbildungen als Künstlerscheiben, die über den Tisch hin- und hergereicht werden und sich dabei leicht verstellen können. Eigentlich schade, denn man hätte mit Sicherheit mehr aus Evergreen machen können.