Die Kaufleute von Amsterdam

| Spieler | Alter | Dauer | Autor | Firma | Glück | Taktik |
| 2-5 | ab 10 | Jumbo |
Amsterdam im 17. Jahrhundert. Die
Stadt ist wohlhabender und mächtiger als je zuvor. Amsterdamer Schiffe segeln
über die Weltmeere und bringen Waren in den Heimathafen zurück, wo sie mit hohen
Gewinnen gehandelt werden. Die Einwohnerschaft vervierfacht sich und die Stadt
wird erheblich erweitert. Die Künste blühen. Maler wie Rembrandt bringen ein
Meisterwerk nach dem anderen hervor.
Vor diesem Hintergrund spielt sich ,Die Kaufleute von Amsterdam' ab. Jeder
Spieler vertritt eine reiche, mächtige Kaufmannsfamilie und versucht, seinen
Anteil an der Warenbörse zu bekommen, um seine Macht in Amsterdam und in den
Kolonien auszuweiten.
Das Spielbrett zeigt in der Mitte vier Stadtviertel von Amsterdam. Im Umkreis
befindet sich eine Weltkarte mit Teilen, auf denen Handelsniederlassungen
dargestellt werden, die im Spielverlauf zu besetzen sind. Die Warenbörse ist am
unteren Spielbrettrand angesiedelt und hat eine Route für Zucker, Edelsteine,
Gewürze und Seide. Die drei übrigen Seiten des Spielbretts werden von einer
Zeitschiene eingefasst. Das Spiel beginnt 1579 und endet 1666.
Gespielt wird mit Spielmarken, die an der Warenbörse, in Amsterdam und in den
Handelsniederlassungen einsetzbar sind. Ein wichtiges Amt im Spiel ist das
Bürgermeisteramt. Daher bekommt jeder Spieler reihum die Möglichkeit, dieses Amt
auszuüben. Zentrale Spielelemente sind neben den Spielkarten, die sogenannten
Scheiben, die die Spielkarten ihrer Bestimmung zuführen:
- Karte selbst behalten
- Karte versteigern
- Karte aus dem Spiel entfernen
und der automatische Auktionsanzeiger. Versteigert wird übrigens nach dem
Prinzip der traditionellen holländischen Versteigerung, d.h. der Anzeiger läuft
rückwärts und der Preis füllt, je länger die Kaufleute warten. Wer zuerst den
Knopf des Auktionsanzeigers drückt, erhält den Zuschlag.
Und natürlich schreitet auch die Zeit mit ihren unterschiedlichen Entwicklungen
voran. Immer wenn der Bürgermeister eine Sanduhrkarte aufdeckt, wird der Pöppel
ein Bild weiter entlang der Zeitschiene in Richtung 1666 gezogen. Regelmäßig
kommt die Figur dabei auf ein Feld, bei dem eine Zwischenbewertung stattfindet.
Hier wird Geld gemacht, indem die Warenbörse, Amsterdam und die
Handelsniederlassungen bewertet werden. Zuerst wird eine Bewertungsreihenfolge
für die drei Bereiche festgelegt, die von 1 - 4 reicht. Wo die meisten
Spielmarken liegen ist Position 1 usw. Erst dann kann in den unterschiedlichen
Bereichen jeweils der erste und zweite Platz an die Spieler vergeben werden.
Was zum Geldverdienen wichtig ist:
- Warenbörse:
Hier bringt die Spielmarke am meisten ein, die auf der Spielplanstrecke am
weitesten vorne liegt. Vorwärts gezogen bzw. neu positioniert werden dürfen die
Spielmarken im Spielverlauf u.a.immer dann, wenn der Spieler eine Warenkarte
aufdeckt und behält bzw. eine Warenkarte ersteigert. Diese Karte bringt ihm 3
neue Waren nach Wahl ein. Zwar dürfen es nicht drei dieselben sein, ansonsten
ist aber jede Kombination erlaubt.
- Handelsniederlassung:
Am meisten bringt bei den Handelsniederlassungen der Bereich, in dem der Spieler
auch die meisten Spielmarken hat. Von jeder neuen Positionierung der Spielmarke
in einer Handelsniederlassung wird übrigens auch die Warenbörse berührt. Denn
die jeweils in der Niederlassung gehandelte Ware lässt die entsprechende
Spielmarke ein Feld nach vorne rücken. Wo ein Spieler eine Handelsniederlassung
gründet ist nicht frei. Die entsprechende Spielkarte gibt vor, wo die Spielmarke
abgelegt wird. Ist der Platz schon besetzt, hat der Spieler Pech. Er darf keine
Spielmarke auslegen. Wer in einer Kolonie die meisten Spielmarken positioniert
hat, erhält bei der Abrechnung den Geldbetrag für den ersten Platz.
- Amsterdam:
Bei einer Amsterdam-Karte darf - symbolisch für den Erwerb oder Bau eines
Grachtenhauses - eine Spielmarke auf einen freien Platz im angegebenen
Stadtviertel gelegt werden. Bei einigen Karten hat der Spieler auch die Wahl, wo
er seine Spielmarke positionieren möchte. In jedem Fall ist/sind auf den Karten
auch gleichzeitig immer eine/mehrere Waren zu sehen, d.h. mit jeder
Positionierung einer Spielmarke in Amsterdam wird auch eine Marke an der Börse
um ein Feld nach vorne gezogen. Bei der Bewertung liegt derjenige Spieler vorne,
der in dem Stadtviertel die größte Häusergruppe besitzt, d.h. die meisten
zusammenhängenden Spielmarken positioniert hat.
Das Spiel ist zu Ende, wenn alle Karten ausgespielt sind und die Spielfigur im
Jahre 1666 angekommen ist. Der Spieler, der zum Schluß das meiste Geld besitzt,
gewinnt das Spiel.
Es kommt übrigens regelmäßig vor, dass zwei Spieler gleich viele Spielmarken
positioniert haben. In diesen Fällen wird das Geld für den ersten und zweiten
Platz zusammengezählt und durch zwei geteilt.