Die Fürsten von Florenz

| Spieler | Alter | Dauer | Autor | Firma | Glück | Taktik |
| 3-5 | ab 12 | 100 | Kramer / Ulrich | Alea (Ravensburger) |
Italien, Blütezeit der
Renaissance: Ruhm und Ehre sind die Ideale, nach denen ,,Die Fürsten von
Florenz" streben. Als Mäzene unterstützen sie berühmte Künstler und Gelehrte.
Die Fürsten versuchen im Wettstreit, die schönsten und eindrucksvollsten Werke
an ihren Hof zu bekommen. Das bringt ihnen Geld - und Prestige. Wer davon am
meisten vorweisen kann, ist Sieger in dem aufwendig in Szene gesetzten
Strategiespiel von Wolfgang Kramer und Richard Ulrich.
Drei bis fünf Strategen ab zwölf Jahren schlüpfen in die Rolle italienischer
Fürsten. Jeder hat seinen eigenen, kleinen Spielplan vor sich -sein Fürstentum.
Er kann Gebäude errichten, Landschaften anlegen, Baumeister und Gaukler in seine
Dienste bringen. Und er kann möglichst viele der 21 verschiedenen Künstler und
Gelehrten an seinen Hof holen. Sie zu motivieren ist seine Aufgabe, denn sie
sollen ihre Werke bei ihm vollbringen - und nirgendwo sonst.
Dafür müssen die Fürsten die richtigen Arbeitsbedingungen schaffen,
beispielsweise geeignete Gebäude: Der Alchimist mixt seine Tinkturen am liebsten
im Laboratorium, der Bildhauer meißelt im Atelier. Eine schöne Landschaft
fördert die Kreativität, ideal für den Philosophen beim Waldspaziergang und für
den Dichter, der sich am Ufer eines Sees inspirieren lassen kann. Mit ihren
Spielereien erfreuen Gaukler die Künstler und Gelehrten. Je mehr dieser
Bedingungen in einem Fürstentum erfüllt sind, desto besser gelingen die dort
vollbrachten Werke und bringen dem Fürsten die erwünschten Prestigepunkte ein.
Erfolgreiche Werke zahlen sich für die Fürsten in bare Münze aus. Und Geld
können sie alle gebrauchen: Jeder weitere Park, jedes Theater, jeder Gaukler und
Baumeister kostet einen Te~ des Vermögens. Das Haushalten will also gelernt
sein.
Das Spiel läuft über sieben Runden mit je zwei Phasen. In der ersten Phase
ersteigern die Spieler im Wettstreit beispielsweise Wälder, Seen, Gaukler oder
Baumeister. Knifflig ist, dass der Erwerb jedes der ,,Objekte" nur einmal pro
Runde zulässig ist. Wer also bei einem Gaukler mitbietet, der sollte auch den
Zuschlag erhalten, sonst muss er in dieser Runde ohne auskommen! Stefan Brück:
,,Ein raffinierter Mechanismus, der jede Versteigerung von neuem spannend und
nervenaufreibend macht."
In der zweiten Phase gehen die Künstler und Gelehrten ans Werk: Ist es
vollbracht, werden die Bedingungen am Hof des Mäzens überprüft, der Wert des
Werkes ermittelt und ausbezahlt. Die Spieler können in dieser Phase auch neue
Gebäude errichten - gemäß Bauregeln, die den Standort wohlüberlegt sein lassen
wollen. - Wohl dem, der beizeiten einen Baumeister eingestellt hat.