Der Herr der Ringe - Die Suche

| Spieler | Alter | Dauer | Autor | Firma | Glück | Taktik |
| 2 | ab 10 | 30-50 | Peter Neugebauer | Kosmos | 4 | 6 |
Zu dem im Herbst 2000 bei KOSMOS
erschienenen großen ,,Herr der Ringe" Brettspiels gesellt sich nun ein Spiel für
zwei Personen, in dem sich die beiden Hobbits Frodo und Sam auf die Suche nach
dem Schicksalsberg begeben. Nur in der feurigen Glut dieses brodelnden Berges
kann der schicksalhafte Ring vernichtet werden, der droht, ganz Mittelerde ins
Verderben zu stürzen. Wer Tolkiens ,,Der Herr der Ringe" kennt, wird, wie schon
bei Reiner Knizias großem Brettspiel, viele zentrale Motive aus dem Buch wieder
erkennen. Aber ähnlich wie bei Knizias opulentem Werk finden bei der ,,Suche"
nach dem Schicksalsberg auch diejenigen, die Tolkiens berühmte Buchvorlage nicht
kennen, den vollen Spielspaß.
Aus 48 Landschafts-Kärtchen, darunter 8 dunkelgrüne für den Wald, 8 hellgrüne
für die Ebene, 8 blaue für Wasser und 20 für die Berge, wird sich die Landschaft
zusammensetzen, die die Spieler mit ihren beiden Hobbit-Figuren Frodo und Sam,
entdecken und durchwandern. - Im friedlichen Auenland beginnt das Abenteuer.
Aus den Landschafts-Kärtchen wird vor Spielbeginn das ,,Auenland" heraussortiert
und in die Tischmitte gelegt. Die restlichen 47 Kärtchen werden gemischt und in
drei Stapeln verdeckt abgelegt. Es gibt vier verschiedene Landschaftstypen:
Wald, Ebene, Wasser und Gebirge. Die Landschafts-Kärtchen sind in vier Sektoren
unterteilt und bieten mithin unterschiedliche Kombinationen von
Landschaftsformen. Durch Aneinanderlegen gleicher Landschaftssegmente entstehen
im Laufe des Spiels größere und kleinere Gebirgszüge, Wälder, Wiesenländer und
Seen. Auch die den Farben der Landschaften entsprechenden Abenteuer-Plättchen
werden gemischt und bereitgelegt. Das Spielfeld wird im Laufe des Spiels von den
Spielern aufgebaut. Hierbei müssen die ersten Landschaftskärtchen so an das
Startkärtchen, also das ,,Auenland", angelegt werden, dass zwei sich im
,,Auenland" kreuzende Landschaftsachsen entstehen. Natürlich dürfen dabei immer
nur gleiche Landschaftsformen aneinander gelegt werden. Sobald eine
abgeschlossene Landschaft aus gleichfarbigen Abschnitten gebildet worden ist,
wird ein Abenteuer-Plättchen in der Farbe der Landschaft verdeckt auf das
abgeschlossene Gebiet gelegt. Nach dem Legen eines Landschaftskärtchens wird vom
verdeckten Stapel wieder nachgezogen. Hafte ein Spieler kein passendes Kärtchen,
so legt er alle drei Landschaftskärtchen, die er auf der hand hat, offen zum
Vorrat und zieht drei neue Karten vom verdeckten Stapel. Das gilt solange, bis
die eine Kärtchen-Achse aus 6, die andere aus 8 Karten besteht. Das nun
entstandene Kreuz begrenzt die Länge und Breite des Spielfeldes. Die
Hobbit-Figuren werden auf das Auenland gesetzt.
Abwechselnd führen die Spieler nun die folgenden drei Aktionen aus: Karte aus
der Hand anlegen - Spielfigur ziehen - Karte nachziehen. Die Spieler ziehen ihre
Hobbits von Landschaft zu Landschaft, (nicht (!) von Kärtchen zu Kärtchen) und
sammeln Abenteuer-Plättchen ein, die entweder Siegpunkte bringen oder, wie die
blauen Abenteuerkärtchen, einem zudem auch noch besondere Fähigkeiten verleihen.
Um aber auf einen See ziehen zu können und ein blaues Plättchen zu bekommen,
braucht man ein Boot. Dieses Boot verschafft man sich mit Hilfe grauer
Abenteuer-Plättchen; diese können den Spielern aber auch böse Überraschungen,
wie z.B. einen Überfall der Orks, bescheren.
Wenn der verdeckte Landschaftskärtchenstapel aufgebraucht ist und beide Spieler
auch keine Handkarten mehr haben, kann der Schicksalsberg gefunden werden. Der
Spieler nehmen ab sofort Karten aus dem offenen Vorrat (bestehend aus Karten,
die, weil sie nicht gepasst haben, abgelegt wurden). Passt keine der Karten aus
dem offenen Vorrat kommt der Schicksalsberg ins Spiel. Der aktive Spieler legt
eine beliebige Landschafts-Karte mit der neutralen Rückseite nach oben an zwei
beliebige Karten auf dem Spielfeld an. Diese Karte ist nun der Schicksalsberg.
Da alle Landschaften zu den neutralen Seiten passen, wird es nun wieder
leichter, passende Kärtchen zu finden. - Tritt im weiterer; Lauf des Spiels
abermals die Situation ein, dass keine passende Karte zur Verfügung steht, so
wird wieder wie oben beschrieben verfahren, der Schicksalsberg ,,wandert" also
an einen neuen Ort.
Erst wenn ganz Mittelerde entdeckt ist, d. h. alle 48 Kärtchen gelegt sind,
wissen die Hobbits, wo der Schicksalsberg wirklich liegt. Die Spieler brechen
nun zum ,,Endspurt" auf den Schicksalsberg auf. Der Hobbit, der ihn als erster
erreicht, erhält Sonderpunkte. Dann sind das Spiel und ,,Die Suche" beendet.