Chinatown

| Spieler | Alter | Dauer | Autor | Firma | Glück | Taktik |
| 3-5 | ab 12 | 90 | Alea (Ravensburger) |
Chinatown, Mitte der 30er Jahre:
In dem berühmten chinesischen Viertel in New York schießen Büros, Geschäfte und
Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Zwischen 3 - 5 Spieler schlüpfen in die
Rolle von Geschäftsleuten. Sie bestimmen das Geschehen in Chinatown und haben
nur ein Ziel: In 6 Spielrunden das meiste Geld einzustreichen. Zu Beginn jeder
Runde werden zunächst einige Gebäude und Geschäfte verteilt. Anschließend
handeln die Spieler um diese Objekte. Hier stehen zwar die eigenen Interessen im
Vordergrund, doch dürfen die der anderen Spieler nie außer Acht gelassen werden,
denn: Eine Hand wäscht die andere.
Der Spielplan zeigt im Schachbrettmuster einige bekannte Straßenblocks von
Chinatown wie Bowery, Lafayette und Canal Street. Die insgesamt 85 Gebäudeplätze
auf dem Spielfeld sind bei Spielbeginn noch leer. Das ändert sich schnell, wenn
in der ersten Phase jeder Spieler einige Gebäude zugeteilt bekommt und sie mit
Chips auf dem Spielplan als sein Besitz markiert. In der zweiten Phase deckt
jeder Spieler eine bestimmte Anzahl an Geschäftskarten offen vor sich auf. "
Pengs fine Fireworks ", " Mao Tse Tangs Seafood ", " Mings Antiques " sind nur 3
von insgesamt 12 verschiedenen Geschäften, die in Chinatown geführt werden
können.
Die Gebäude und Geschäfte sind verteilt. Jetzt kommt es zur interesantesten und
wichtigsten Phase im Spiel - das Handeln. Dabei gelten nur wenige Regeln: Ob
Geschäft gegen Geld, Gebäude gegen Geschäft oder Geld gegen Gebäude - jeder darf
mit jedem und allem handeln. Hauptsache, man wird sich einig. Denn statt purer
Konkurrenz gilt hier: Miteinander statt gegeneinander. Das ist vor allem dann
wichtig, wenn im Verlauf des Spiels der Besitz eines bestimmten Gebäudes oder
Geschäftes mehr Bedeutung erlangt. Denn davon hängt im wesentlichen die Höhe der
späteren Einnahme ab. Hier sind Einkommensunterschiede von bis zu 75 % möglich.
klar, daß ein Spieler sein gesamtes Verhandlungsgeschick einsetzt, um so ein
gewinnbringendes Geschäft oder Gebäude von seinen Konkurrenten zu ergattern.
Jeder Geschäftstyp kann - so sieht es die Bauvorschrift in Chinatown vor - nur
bis zu einer bestimmten Anzahl an Geschäften erweitert werden. Die Apotheke z.B.
umfasst maximal 3 Einzelgeschäfte. Das Radiogeschäft oder die Uhrmacherei
hingegen können bis zu insgesamt 6 Läden ausgebaut werden. Schafft es ein
tüchtiger Geschäftsmann, ein Geschäft bis zu seiner maximalen Geschäftsgröße
auszubauen, dann gibt es richtig Geld. Aber auch für unfertige Geschäfte fließen
schon einige Dollars aus der Bank. Hier ist clevere Geschäftsstrategie gefragt:
Lieber auf viele kleine Geschäfte setzen, die schnell ausgebaut sind und von
Beginn an gutes Geld abwerfen, oder so man auf die dicken Einnahmen spekulieren
und versuchen, wenige große Geschäfte zu er- handeln ?
Wenn niemand mehr handeln will, plazieren alle Geschäftsleute ihre Geschäfte auf
dem Spielplan. Dann gibt es Geld ! Entsprechend den Eigentumsverhältnissen auf
dem Spielbrett zieht jeder Spieler seine Einnahmen von der Bank ein. Nach 6
Runden ist das Spiel zu Ende. Wer zu diesem Zeitpunkt das meiste Geld gerafft
hat, gewinnt.